In his most recent works Heinz Stoewer is exploring the human body, especially the male body, details hereof, body parts beeing zoomed out or the connection between the persons shown in the painting.

His image choices are strongly influenced by the permanently growing and overwhelming importance of the internet for our idea of corporeality and the question which role the constantly changing media landscape has for the contemporary notion of the human body.

In which way has our view of the ideal body changed and which role are advertisements and other media playing in this process and where will it take us?  Children and youngsters are drawn as well into this picture flood which is changing there perception as much as all the modelling shows they watch. And the adults are in a similar position.

The focus of Heinz Stoewer's paintings are these changes through ads, cartoons and digital media of our idea of the (male) body and the consequences for our ideas of sexuality: i.e. the male body as object of desire.

Besides that these ideas are influenced as well by feminist and queer practices.

 

 

In seiner aktuellen Werkreihe befasst sich Heinz Stoewer mit dem menschlichen Körper, vor allem männlichen Körpern, Ausschnitten und Vergrößerungen hiervon oder den Beziehungen der abgebildeten Personen zueinander.

Seine Bildfindung wird dabei beeinflusst von der wachsenden, geradezu übermächtigen Bedeutung des Internets für unsere Vorstellung von Körperlichkeit und der Frage, welche Rolle die aktuell sich stark verändernde Medienlandschaft für den zeitgenössischen Körperbegriff spielt. Wie hat sich unsere Vorstellung davon, wie ein Körper idealerweise aussehen sollte und in welchem Kontext er dargestellt wird, durch die in den Medien gezeigten Bilder, etwa auch in der Werbung, verändert und wohin wird uns diese Entwicklung tragen.

Schon Kinder und Jugendliche setzen sich heute einer Bilderflut im Netz aus, die ihre Vorstellung vom eigenen Körper ebenso nachhaltig verändert wie Model-shows im Fernsehen. Und den Erwachsenen ergeht es ebenso.

Diese Arbeiten von Heinz Stoewer beschäftigen sich genau damit, wie Werbung, Cartoons und digitale Medien die Vorstellung von (männlichen) Körpern verändern und sich Sexualvorstellungen im Umbruch befinden; zum Beispiel kann auch der männliche Körper Objekt der Begierde sein. Einen wichtigen Beitrag zur Frage der Abbildung von Körpern und den Körperbildern in der Gesellschaft leisten auch queere und feministische Praktiken.

Artikel zur Ausstellung 'Imagination'

http://www.kulturvision-aktuell.de/heinz_stoewer_seeforum_2016/

 

Münchner Merkur-Tegernseer Zeitung vom 17.8.2016

Aus der Süddeutschen Zeitung vom 4.10.2015 zur Ausstellung "Verschwendung-Hunger-Übergewicht" im Tölzer Kunstsalon zu den Arbeiten von Heinz Stoewer:


In seinen fast fotorealistischen Arbeiten werden Einkaufstüten zum Symbol für sinnentleerten Konsum und eine Starbucks-Kaffeetüte, gerahmt und in Form gebracht, zum upcycelten Kunstobjekt.

Wie es Unternehmen gelinge aus einem "nicht vorhandenen Bedürfnis" ein Riesengeschäft zu machen, sei unglaublich. Stoewer zeigt auch die Konsequenzen: "Under the park bench" heißt seine Arbeit - ein Teppich aus Müll und Kippen - aufgenommen unter einer Parkbank in Berlin.


Aus "Spiel mit dem Licht", von Petra Schneider, Süddeutsche Zeitung vom 29.9.2014

 

Daneben kleine Kostbarkeiten wie die Fotografie von Heinz Stoewer "Antelope Canyon":

Wie Stoff faltet sich der Krater des Canyons in hellen farben - orange, lila, gelb - auf, der Sandstein bildet Senken und Erhebungen, ganz weich wirkt das Gestein. Es ist ein Bild von suggestiver Kraft, bei dem man sich Zeit nehmen muss, um es wirken zu lassen,.....

 

 

 

 

 

 

Aus "Beunruhigend ruhig" von Petra Schneider, Süddeutsche Zeitung vom 1.10.2014

 

Auf den ersten Blick wirken die spiegelnde Wasserfläche des Swimmingpools und das schmale Gebäude, das sich an einen Berg schmiegt, wie eine Verheißung: Kalifornien, kühle Eleganz, das schöne Leben. Ein Bild wie aus der Swimmingpool-Serie von David Hockney aus den 196oer Jahren, dessen Szenarien klinisch-heil und so beinah lebensfeindlich wirken. Auch bei Heinz Stoewer trügt der schöne Schein: Denn der Berg ist kahl und der Pool ist verwaist, die Vorhänge sind zugezogen, davor steht ein verwittertes Schild "For sale"....

 

......Der zweite Blick ist wichtig bei seinen Arbeiten. Nur so erschließt sich die Spannung, die in den Bildern liegt:

Wasser und Wüste, Architektur und Landschaft, fröhliche Farben und ernste Botschaften.....

 

 

 

 

 

 

Aus "Das Licht Kaliforniens und eine Prise Verfall" von Jens Hendryk Daessler, Tölzer Kurier vom 29.9.2014

 

.....  Bei seiner kommenden Ausstellung ... zeigt Stoewer auch seine Reflexionen: Spiegelungen von Körpern auf bewegten Wasseroberflächen. "Mich fasziniert was die Brechungen des Lichts auf dem Wasser erzeugen".